Windenergie an Land: Projektierung und wettbewerblicher Ausbau brauchen eine klare Perspektive

Nordex SE

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute die Ergebnisse der vierten und letzten Ausschreibungsrunde für das Jahr 2018 für Windenergie an Land veröffentlicht. Die Ausschreibung über 670 Megawatt (MW) war mit Geboten von 363 MW deutlich unterzeichnet, der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,26 ct/kWh.

  • Zur Sicherung des Wettbewerbs muss das Volumen genehmigter Projekte erhöht werden
  • Auf Bundesebene beschlossene Maßnahmen dürfen nicht von landesrechtlichen Regelungen konterkariert werden
  • Perspektiven schaffen für neue Projekte, durch Umsetzung der Sonderausschreibungen

Frankfurt, 19. Oktober 2018 – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute die Ergebnisse der vierten und letzten Ausschreibungsrunde für das Jahr 2018 für Windenergie an Land veröffentlicht. Die Ausschreibung über 670 Megawatt (MW) war mit Geboten von 363 MW deutlich unterzeichnet, der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,26 ct/kWh.

„Es muss verlässlicher aber vor allem einfacher werden, Projekte bis zur Genehmigung zu entwickeln und damit an den Auktionen teilzunehmen“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems. „Technologie- und Projektentwicklung brauchen eine klare Perspektive. Marktrisiko ist wichtig für den Wettbewerb, aber politische Risiken verhindern Investitionen!

Wir halten zum Beispiel die aktuellen Länderinitiativen von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg zu unberechenbaren und verschärften Genehmigungsregeln für vollkommen kontraproduktiv. Positiv ist dagegen das Engagement von Bund und Ländern mit der Industrie in der Plattform „Genehmigungssituation“ der Fachagentur Wind an Land, in der die aktuell geringe Genehmigungszahl analysiert wird.

Auch brauchen wir nun Klarheit über die Sonderausschreibungen, die im Koalitionsvertrag angekündigt sind. Eine Aufteilung der 4 Gigawatt (GW) in realistische Zusatzmengen kann hier klare Perspektiven geben, ohne das System zu überfordern.“ Zelinger erinnert an den Sinn des Ausbaus erneuerbarer Energien: „Europa und Deutschland haben Klimaschutzziele, die international verbindlich sind. Wir würden uns auch Exportchancen verbauen, wenn wir kein Leitmarkt mehr wären.“

Für die Sonderausschreibungen für Windenergie an Land schlägt VDMA Power Systems konkret eine Streckung bis zum Jahr 2021 mit gestaffeltem Hochlauf vor. Darüber hinaus soll Netzanschlusspotential für eine Sonderausschreibung für Windenergie auf See verwendet werden. Beides könnte einerseits Wettbewerb sicherstellen, den Ausbau aber auch derart voranbringen, dass danach ein klarer Pfad zu den 2030-Ausbauzielen möglich ist.

Darüber hinaus gilt es, den Netzausbau ambitioniert voran zu bringen. Die Branche ist stets bereit, sich an der Lösungsfindung zu beteiligen. Der VDMA steht für eine chancenorientierte und progressive Energiepolitik auch bei der Netzmodernisierung.

Haben Sie noch Fragen? Beatrix Fontius, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Telefon 069 6603 1886, beatrix.fontius@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Über VDMA Power Systems

VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Über VDMA e.V.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

 

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