Durch intelligente Zusammenstellung smarter Module können Kostensenkungspotentiale erzielt werden

Nordex

„Fünf-Fragen-an“ Michael Knobloch von der Firma HAWE

1. Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf ihr Geschäft? Wie spüren Sie die Wirtschaftslage?

Quer über alle Branchen und Kundengruppen ist natürlich ein Rückgang bemerkbar. Positiv macht sich bei den erneuerbaren Energien, speziell der Windenergie, die seit einigen Jahren schon andauernde Verschiebung der Geschäftsaktivitäten nach China bemerkbar.


2. Was fasziniert Sie an der Windenergie-Branche?

Als Techniker fasziniert mich zu sehen, wie die Windkraftanlagen stetig weiterentwickelt, effizienter und auch größer werden. Die Offshore-Anlagen sind dabei sicher noch mal eine besondere Herausforderung.


3. In einer von der VDMA AG Windindustrie begleiteten Studie wurden erhebliche Kostensenkungspotenziale in der Windindustrie aufgezeigt. Wie schätzen Sie diese Potenziale ein?

Die Herausforderung liegt in dem Willen, bisherige Pfade zu hinterfragen und alternative Konzepte bei der Entwicklung zu betrachten und einer objektiven Bewertung zu unterziehen.

VDMA

4. Wie versuchen Sie, diese Potenziale in Ihrem Unternehmen, ihren Produkten und Lösungen zu heben?

Durch den direkten Kundenkontakt versuchen wir, die Anforderungen so genau wie möglich aufzunehmen und in entsprechende Funktionsbausteine umzusetzen. Die Herausforderung besteht dann darin, vom Detail auf eine optimale Gesamtlösung zu kommen.


5. Sind Sie zuversichtlich für die Windindustrie? Wo sehen Sie die Industrie in fünf Jahren?

Um die Windenergie im Allgemeinen mache ich mir keine Sorgen. Die Zeit der fossilen Energieträger ist endlich und die Windenergie ist ein wichtiges Puzzleteil im Energiemix der Zukunft. Durch die regulatorischen und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Europa und speziell in Deutschland werden die großen Installationen mehr und mehr im außereuropäischen Raum vorangetrieben. Man sieht heute schon, dass auch die Entwicklung und Produktion vor Ort passiert – dies zu Lasten des heimischen Standorts.